[1] M. schrieb an Heinrich Moller [6551]. Die Universität wurde nach Torgau verlegt wegen der Seuche in Wittenberg, an der gerade [Bugenhagens] Enkelin [Hannula Cracow] erkrankt ist. Die Sterne zeigen eine Verschlimmerung an.
[2] M. freut sich über den [Passauer] Frieden. In Weimar wird die Rückkehr des Hz. Johann Friedrich [d.Ä. von Sachsen] erwartet. M. begrüßt, daß Kf. [Moritz] von Sachsen statt in Deutschland gegen die Türken kämpft. Niederlage einer Reitertruppe unter Fabian von Schöneich.
[3] M. las den [Passauer] Vertrag und hörte darüber den pommerschen [Kanzler Jakob von] Zitzewitz. Inhalt: Freilassung des Lgf. [Philipp] von Hessen; Duldung der [evangelischen] Kirchen, keine gewaltsame Einführung des Interims, auf dem nächsten Reichstag Beratung über ein Nationalkonzil; Artikel über das Reichskammergericht und über geächtete Fürsten und Adlige. Der Vertragsschluß erfolgte zwischen dem Kaiser, Kg. Ferdinand, [Kf.] Moritz [von Sachsen], Hz. Johann Albrecht von Mecklenburg und [den Lgff. Philipp und Wilhelm von] Hessen.
[4] Mgf. Albrecht [von Brandenburg-Kulmbach] stimmte nicht zu, sondern plünderte Mainz und zog ins Hochstift Trier. Frankreichs Heer stand in Luxemburg; das weitere ist M. nicht bekannt. Gebet.
[5] Beilage für Mo. und [Balthasar Klammer].