M. an Martin Frecht [in Nürnberg?].
- [Joachimsthal], 14. März 1552
Fundort:
V.Ernst: Blätter für württembergische Kirchengeschichte NF 2 (1898), 130f [H2821]; vgl. Bibliothecae Uffenbachianae ... catalogus ... Bd.3 (1730), 379 Nr. 8.
‒ MBW.T 22.
Datierung:
Adressatenort: F. erhielt im November 1550 eine Anstellung in Tübingen , mußte aber im Sommer 1551 mit Rücksicht auf den Kaiser wahrscheinlich nach Bebenhausen ausweichen und erwog, wieder (⇨ 5496.1) zu seiner Schwester nach Nürnberg zu gehen; erst im Sommer 1552 konnte er nach Tübingen zurückkehren; vgl. H.-U.Deetjen, in: Die Einführung der Reformation in Ulm, hrsg. v. H.E.Specker und G.Weig (1981), 31; TRE 11, 483. Am 21.2.1552 schreibt F. aus Tübingen an M. (6355) sofern die Ortsangabe richtig ist. Daß M. auf der Heimreise aus Nürnberg an F. sein Sekel-Gedicht mit Münze schickte, ist u.E. ein Indiz dafür, daß F. danach in Nürnberg war und dort von M.s Entdeckung bei Guillaume Postel (⇨ 6386.2) erfahren hatte. Deshalb schickte ihm M. das unterwegs entstandene Gedicht mit einer der in Nürnberg angefertigten Nachbildungen der Münze. Am 28. April schreibt F. aus Tübingen an Hieronymus Baumgartner : P.Tschackert, Ungedruckte Briefe zur allgemeinen Reformationsgeschichte (Abhandlungen der königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen 40, 1895), 42-45 Nr. 20.