[1] Allgemeine Freude über [Caspar Peucers] Rückkehr [⇨ 6307.3] und dessen Mitteilungen über M.s Wohlbefinden in Nürnberg und Hoffnung auf baldige Heimreise.
[2] R. dankt für einen Brief M.s an ihn. R. ist bekümmert über die Verachtung der ‚brotlosen‛ (wie [Veit] Amerbach sagt) Künste [Mathematik und Astronomie], nicht nur an den Fürstenhöfen [⇨ 6177], sondern auch an den Universitäten. M. ist hier eine Ausnahme und hat ihnen ihren Platz gesichert.
[3] Weder aus Preußen [⇨ 5140.7] noch von den [kursächsischen u.a.] Höfen hat R. [Geld] erhalten, nicht einmal Briefe. [Johannes] Crato versprach, vom Rat der Stadt Breslau etwas zu beschaffen. Trotz aller Mißachtung bleibt R. bei seiner Aufgabe.
[4] Von M. erwartet er Vorreden an Kg. [Edward VI.] von England und zu [Christoph] Entzelts Metallurgie [⇨ 6309], worüber der [Wittenberger] Bote Hegemon einen Brief R.s überbracht haben dürfte. R. kann seine Ephemeriden zur nächsten Messe nicht vollenden [Primus liber tabularum directionum. Tübingen, Ulrich Morhart Erben, 1554]. Er ist frustriert und denkt an Frau [Martha, ⇨ 6432.2] und Kinder nach seinem Tod. Dieser Tage besprach er in Wittenberg mit [Joachim] Camerarius, daß dieser eine Vorrede an den Kg. von England verfaßt, was nun M. tun will. Sie soll durch [Hieronymus] Besold oder andere direkt nach Tübingen geschickt werden, damit der Drucker [Ulrich Morhart] nicht warten muß. Segenswunsch.