[0.1] M. begrüßt, daß Osianders Buch [Von dem einigen Mittler, ⇨ 6232.3] von anderen begutachtet werden soll, da er selbst darin angegriffen wird, wie auch er sich dem Urteil der evangelischen Kirchen unterwirft.
[0.2] Erst auf Befehl schrieb er dieses Gutachten.
[0.3] M. wollte nie von Luthers Meinung abweichen, die er für die biblische hält.
[0.4] Osiander schmäht ihn zu Unrecht. M.s Bestreben und sein Bewußtsein der Unzulänglichkeit.
[1.1] Die Gnade und die Gabe Röm 5, 15 sind Sündenvergebung und die Gegenwart Gottes, die durch das Verdienst Christi möglich sind und allein durch den Glauben empfangen werden, der in der Bekehrung beim Hören des Evangeliums durch das ewige Wort und den Heiligen Geist entfacht wird.
[1.2] Ebenso Joh 1, 17 Gnade und Wahrheit.
[1.3] Der ganze Christus ist Mittler und Erlöser.
[2] Daß in uns eine Veränderung geschehen muß und der dreieinige Gott in uns wohnt und der Sohn Gottes sich eine Kirche sammelt, wurde immer gelehrt. Osianders Vorwurf ist unberechtigt.
[3] Doch anders als nach der Auferstehung bedürfen in diesem Leben auch die Heiligen des Trostes der Vergebung.
[4.1] Das Verdienst Christi in Röm 3, 24f. Der Erlöser ist von Gottvater und Heiligem Geist zu unterscheiden.
[4.2] Schriftbelege für das Verdienst Christi. Osianders Mißdeutung von Röm 5, 19.
[4.3] Die Trostbedürftigkeit auch der Heiligen.
[5.1] In Osianders Definition von Gerechtigkeit fehlt die Vergebung der Sünden.
[5.2] Das Gebet und die Erfahrung der Trostbedürftigkeit. Der Glaube an Christus tröstet, nicht die Gerechtigkeit in uns.
[5.3] Die Nähe der Rechtfertigungslehre Osianders zur [katholischen].
[6] Gegen Osianders Einwand der Selbstsicherheit.
[7] M.s Gebet.
[8] Glaube als Vertrauen.
[9] Um weiteren Streit zu verhüten, hat M. nur die Hauptsache behandelt.
[10] Luthers Meinung, worüber ihm M. vor sechzehn Jahren Fragen vorlegte [WAB 12, 189-195 Nr. 4259a].