[1] Wenn M. demnächst zum Hofe [nach Torgau] reist [⇨ 634], wird er den Räten des Kf. [Johann] D.s Mitteilungen über die sehr gefährlichen Vorgänge [Zwinglianismus des Coburger Söldnerführers Hans Mohr] unterbreiten.
[2] Daß [Hans Mohr] die unanstößigen Zeremonien ablehnt, geht noch über Zwingli hinaus.
[3] Die von D. genannten Festtage wurden auch von den Visitatoren beibehalten.
[4] Die erhoffte Visitation in Coburg wird durch andere Geschäfte des Hofes und durch den Tod der Frau des Kanzlers [Gregor Brück] verzögert.
[5] Daß [Hans Mohr] sich öffentlich über das Abendmahl äußert, soll D. durch den Oberbefehlshaber der Stadt bzw. Veste [Hans von Sternberg] verbieten lassen. In der Predigt ist nicht zu oft darauf einzugehen,
[6] wobei auch auf die Kirchenväter als Verfechter der Realpräsenz hinzuweisen ist, namentlich Hilarius, Chrysostomus, Cyprian.
[7] Doch soll vor allem über Gottesfurcht, Glaube, Liebe, Gehorsam gegen die Obrigkeit gepredigt werden. Gelegentlich sind Wiedertäufer und Kommunisten zu rügen, gegen die auch M. schreiben will [⇨ 676].