M. an Friedrich Staphylus in Königsberg.
- [Wittenberg], 1. Januar [1551]
[1] M. lobt die übersandte Schrift St.s [Oratio de literis et praecipue graecis. Breslau, Andreas Winkler, 1550, RE 18, 773.37] und vergleicht damit seinen eigenen, schlichteren [Stil], womit er aber den von [Andreas Osiander] zerstörten Trost der Glaubens[gerechtigkeit] verteidigt.
[2] M. rät St. dringend davon ab, sich in den Dienst des Bf. [von Breslau, Balthasar von Promnitz] zu begeben, der vom Hof des Kg. [Ferdinand in Prag für eine geplante Hochschule] keine Mittel erhalten werde, und weist St. auf die Universität Rostock hin.
[3] Im Fall seiner Vertreibung würde sich M. dem Gebet und privaten Studien widmen. Er wäre dankbar für ein ruhiges Alter.
Fundort:
CR 7, 721 Nr. 4839 (bei Anm.1 fehlt: existimo eum); Facsimile: F.v.Bezold, Geschichte der deutschen Reformation (1890), nach S.808 [H2379].
‒ MBW.T 21.
Datierung:
Jahr: St. war Ende Oktober 1550 von Breslau nach Königsberg zurückgekehrt. Im August 1551 ging er endgültig von dort weg (RE 18, 773f).