[1] Kaiser Karl soll diesen Winter Thukydides gelesen haben, und zwar in der französischen Übersetzung des Bf. [Claude de Seyssel] von Marseille, die Janus Lascaris überprüft hatte. M. lernte schon vor zwanzig Jahren daraus, daß die Mittleren von beiden Seiten umgebracht werden [⇨ 4685.1]. Deshalb war die Mahnung des [Johannes] Cochlaeus [H100a] überflüssig, zumal M. nicht Mittelpartei, sondern Glied der [evangelischen] Gemeinden sein will, in denen man sich um die Wahrheit bemüht. Gleichwohl billigt er nicht alles, insbesondere nicht das ‚Stoische‛ [unfreier Wille].
[2] M. erhielt vor drei Tagen beiliegenden Brief des Hz. [Heinrich V.] von Mecklenburg; er antwortete, der Hz. solle dem St. nach Breslau schreiben [⇨ 5754.1]. Die ganze Sache ist noch offen.
[3] M. erinnert St. an die Posener Angelegenheit [⇨ 5735.1].
[4] Die Begleiter der Hzn. [Anna Maria von Braunschweig-Calenberg, ⇨ 5715f; ⇨ 5747] sind noch nicht aus Preußen zurück. Gedenktag Lazarus.
[5] M. dankt für Kerzen und schickt als Gegengabe Schriften [⇨ 5758]. Grüße an [Ambrosius] Moibanus und [Andreas] Winkler.
[6] [Paul] Rubigallus schrieb über einen Landtag in Preßburg [⇨ 5767.9]. Die Geistlichen werden nicht vertrieben, und Schemnitz dankte für die Sendung des Pfarrers [Wolfgang Ampferach, ⇨ 5650; ⇨ 5806].