[1] C. dankt für M.s Brief [5729] und versichert M. wie schon durch Joachim [Camerarius] hiermit erneut seiner Ergebenheit.
[2] Der von M. empfohlene [Balthasar] Sartorius hat geringe Aussicht, [Reisebegleiter der Söhne des Freiherrn N. von Polheim und des Gf. N. von Montfort] zu werden, denn diesen Herren wurde schon [NN] benannt, der [Anton] Fuggers Sohn [Markus oder Johannes] in Italien unterrichtete, und auch diesen haben sie wegen Kriegsgefahr in Italien noch nicht angestellt. Wenn Hoffnung besteht, wird C. an Johannes [Aurifaber Vratislaviensis] schreiben.
[3] C. läßt sich von den bedauerlichen Streitigkeiten nicht anfechten.
[4] Er bekundet Mitgefühl wegen der Angriffe auf die [Wittenberger] und lobt M.s Mäßigung.
[5] [Papst] Pauls III. Nachfolger Julius III., zuvor Giovanni Maria del Monte, gilt als kaiserfreundlich; Ottavio [Farnese] erhielt Parma, und [Bf. Cristoforo Madruzzo] von Trient, der sich der Wahl widersetzt hatte, wurde von Julius zuvorkommend behandelt. Die Universität Bologna setzt große Hoffnungen auf ihn. Sein Gesandter [Pedro Alvarez de Toledo] an den Kaiser kam auf der Reise nach Brüssel vor einigen Tagen durch Augsburg. Der Kaiser ist krank. Tod des Hz. von Mantua [Francesco II. Gonzaga], des Gemahls von Kg. [Ferdinands] Tochter [Katharina].
[6] Nach dem Tod des [Andreas] Alciatus [⇨ 4815] liegt die Universität Pavia darnieder; wenige Mediziner sind dort, und [Hieronymus] Cardanus entspricht nicht seinem Ruf. Obwohl es wenige gute deutsche Ärzte gibt, ist der Spott des [Johannes Baptista] Montanus unhöflich.
[7] Grüße von Johann Heinrich Herwart und Johann Baptist Haintzel, bei dem C. wohnt.