[1] B. erinnert daran, daß er vor etwa 18 Jahren als Student von Löwen einige Tage nach Wittenberg kam und von M. ein Empfehlungsschreiben an die Kgn. [Margarete] von Navarra [1449] erhielt, das ihm ein sieben- bis achtjähriges Stipendium einbrachte.
[2] B. studierte mit Johannes Sturm in Paris und in Straßburg zwei Jahre bei Bucer. Dann berief ihn seine Gönnerin an die von ihrem Bruder Kg. Franz I. von Frankreich gegründete Universität in Nmes. Diese blühte, solange die evangelische Lehre in Gunst stand.
[3] Der Niedergang war hauptsächlich das Werk des Guillaume Bigot, den M. aus Tübingen kennt. Die Kgn. ließ sich entfremden; neulich starb sie.
[4] Trost kommt nur aus Genf von Johannes Calvin, den B. bei Bucer in Straßburg kennenlernte. Die evangelische Gemeinde in Nmes.
[5] B. war in Sorge um M. wegen des durch Kaiser [Karl] in Deutschland bewirkten Umschwungs. Doch deutsche Medizinstudenten in Montpellier, namentlich Gervasius [Marstaller], beruhigten ihn. B. erfuhr von der Wiederaufnahme des Lehrbetriebs in Wittenberg und der Standhaftigkeit des [Kf. Moritz] von Sachsen. B.s Hoffnung und Fürbitte.
[6] B. bittet um Gebet und um Zuspruch, den M. an Calvin in Genf oder an die Deutschen in Montpellier schicken kann.