M. an Joachim Camerarius [in Leipzig].
- [Wittenberg], 28. November [1548]
[1] M. betet für C. und Familie.
[2] Zu Hause fand M. unter anderen Briefen einen über die Bosheit des Märkers [Kf. Joachim II. von Brandenburg, ⇨ 5363.2] vor. M. bedrücken nicht nur die gegenwärtige und zukünftige Not der Kirche, sondern auch ihre Ursachen. Die [dogmatischen] Fragen sind bis auf die Frage des Gottesdienstes [Meßopfer] geklärt.
[3] Gesandte aus Ungarn sind [nach Wittenberg] unterwegs, um in kirchlichen Dingen Rat zu holen. Griechenland wird notfalls Zuflucht bieten.
[4] M. schickt an C. zur Beurteilung, was er an [Georg von Komerstadt] über Matthäus Irenaeus [⇨ 5291] schreiben möchte, den er lieber an der Universität sähe als den von [Franz] Kram am Hof ins Gespräch gebrachten [Johannes] Schneidewein.
Fundort:
CR 7, 224f Nr. 4412; Cod.II, 274.
‒ MBW.T 19.
Datierung:
Jahr: Schneidewein erhielt 1549 als Nachfolger des am 20.10.1548 gestorbenen Konrad Mauser (Scripta publica 1, Bl.225b-226b) den Lehrstuhl für die Institutionen an der Universität Wittenberg (WAB 8, 453).