[1] M. ermunterte [den Überbringer] Franz [Kram?], zu Fürst [Joachim] von Anhalt [nach Dessau] zu reisen, denn er möchte die alte Freundschaft erneuern und hofft, daß die Begegnung Trost bringt.
[2] Über das Bistum Schleswig hat M. nichts Schriftliches gesehen. Aber Christoph von Taubenheim erzählte, er habe gehört, J. sei von Kg. [Christian III.] von Dänemark als Bf. von Schleswig berufen worden.
[3] M. versteht, daß sich J. um seinen Sohn [Justus] sorgt; auch ihm wäre lieber, er unterließe seine Diskussionen in Niedersachsen, wundert sich aber nicht, daß ihn die Stimmen aus England beeindrucken, wie auch M. viele gesehen hat, die das Unglück der Kirche beklagen. Sobald M. seine Adresse kennt, will er ihm schreiben; über Bremen dürfte ihn Post erreichen.
[4] Wie M. unlängst hörte, wurden die [Hallenser] durch ein kaiserliches Mandat gezwungen, dem J. das Predigen zu verbieten; J. soll keinen falschen Verdacht gegen sie hegen.