[1] Die eigenen Sünden haben das Unglück der [Evangelischen] verursacht.
[2] M. hält die gefangenen Fürsten [Kf. Johann Friedrich] von Sachsen und [Lgf. Philipp von Hessen] weiterhin in Ehren und würde für ihre Befreiung sein Leben geben.
[3] M. rechnet mit einem größeren Krieg. Da er mit seiner Familie nicht von Braunschweig nach Rostock ziehen konnte [⇨ 4740], ging er nach [Nordhausen]. Von dort holten ihn die Kollegen.
[4] In [Wittenberg] sind Kirche und Schule unverändert. Die [Ernestiner] werden weiter geachtet. M. blieb nicht am [Weimarer] Hof, weil er keine Möglichkeit für eine Universitätsgründung sah. Auch in [Wittenberg] ist die Lage unsicher. M. erwartet neues Exil im Frühjahr. Wer sein Verhalten kritisiert, hat so etwas nicht erlebt.
[5] Georg Maior, der in Merseburg [als Superintendent] amtiert, kam zur Behandlung [nach Wittenberg], denn der Tod seines begabten Sohnes [Leonhard] durch Hundetollwut warf ihn aufs Krankenlager. Der Umgang mit seinen alten Freunden hilft ihm.
[6] Auch für die Lehre wäre die Erhaltung der Universität nützlich. M.s Trost.
[7] Anbei ein Gedicht über die Sonnenfinsternis [von Caspar Cruciger d.J., ⇨ 4946.2]. M. veröffentlicht eine Widerlegung des Trienter Konzils [⇨ 5062].