[1] Dankgebet und Fürbitte für J. und seine Familie.
[2] [Lgf. Philipp von Hessen] ist mit [Hz. Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel] zu Kaiser Karl gereist und bittet um Frieden. M. meint, ohne vorherige Einigung wäre er nicht nach [Halle] zurückgekehrt [⇨ 4799], und manche halten den ganzen [Schmalkaldischen] Krieg für ein abgekartetes Spiel. Da ist der gefangene Hz. [Johann Friedrich von Sachsen] glücklicher dran. Zorn und Schmerz [Vergil, Aen. 9, 66] hindern M., mehr zu schreiben.
[3] Franz [Burchard] kehrte [aus England] in seine Heimat [Weimar] zurück. Heute fährt seine Frau mit Familie von [Nordhausen] ab. Seine Neuigkeiten kennt M. noch nicht, erwartet aber nichts davon. M. blieb in den Grenzen seines Lehramtes, das er auch wieder ausüben möchte.
[4] [Bugenhagen] und Caspar [Cruciger] rufen M. zurück. Er wird nach [Wittenberg] reisen, um über [den Wiederaufbau der Universität] zu beraten, denn er glaubt, daß Gott die Kirche erhält.
[5] Der Leipziger Bürgermeister [Wolf] Widmann, Dr. [Christoph] Türck und des J. Schwager [N.] Hofmann, mit dem M. kurz zuvor über J. gesprochen hatte, sind gestorben. Türcks Burgen hat der Kaiser den Grafen von Mansfeld geschenkt.
[6] M.s Traum der letzten Nacht (Gottesdienst in der Wittenberger Stadtkirche) und seine Deutung (das Evangelium wird bleiben). J. soll durch theologische Gedanken seine Traurigkeit überwinden.