M. an Hieronymus Weller [in Freiberg].
- [Wittenberg], 4. November [1546]
[1] M. hatte sich bereiterklärt, W.s Verwandten [Zacharias Weller?] bei sich aufzunehmen. Er weist auf seine Dienste für die [hzl.-sächsischen] Gemeinden und Schulen und seine Voten für maßvolle Politik und Frieden hin. Hz. [Moritz von Sachsen] hätte [Kf. Johann Friedrich] nicht angreifen und die Kulturblüte in [Kursachsen] schonen sollen.
[2] Auf W.s Frage, welche Empfehlung man den zu den Waffen gerufenen [Untertanen des Hz. Moritz] geben solle, antwortet M., daß sie einen ungerechten Krieg führen und damit gegen das 5. Gebot verstoßen, und verweist auf [Bugenhagens Adhortatio, ⇨ 4409.3]. Er selbst würde sich für den Frieden opfern. Gebet.
Fundort:
CR 6, 263f Nr. 3596.
‒ MBW.T 15.