M. an Michael Meienburg in Nordhausen.
- [Wittenberg], 22. Juli [1546]
[1] Die Bemühungen vieler Fürsten um den Frieden [⇨ 4335] werden nichts nützen. M. betet um die Erhaltung der evangelischen Gemeinden und Staaten und hofft auf einen leidlichen Ausgang des Krieges. Kaiser Karls Kriegsentschluß war unklug; denn wenn er die Fürsten [des Schmalkaldischen Bundes] besiegt, werden sich die oberdeutschen Städte eher der Schweiz anschließen als die spanische Herrschaft annehmen.
[2] Wenn [sächsische] Truppen nach [Wittenberg] gelegt werden, wird M. Mbg.s Söhne [Christoph und Johannes] nach Hause schicken. Er dankt für das Unterkunftsangebot für seine Familie und für Tuch. Wein hat M. noch.
[3] Über [Johannes] Draconites lieber mündlich; für ein [Pfarramt] ist er zu schroff.
Fundort:
CR 6, 204f Nr. 3519.
‒ MBW.T 15.
Datierung:
Jahr: Eindeutig Beginn des Schmalkaldischen Krieges.