[1] In drei Briefen berichtete N., daß der Kaiser in Regensburg im Bunde mit dem Antichrist [Papst Paul III.] den [Protestanten] den Krieg erklärte, doch vorgeblich nur den ungehorsamen, in der Absicht, den [Schmalkaldischen] Bund zu spalten. Seine Hauptgegner sind die Kff. [Johann Friedrich] von Sachsen, [Hermann] von Köln, [Friedrich II.] von der Pfalz und vor allem Lgf. [Philipp] von Hessen. Doch Gott wird diese Pläne vereiteln.
[2] In Trient, in [Kg.] Ferdinands Gebieten, in Regensburg und in Mailand werden Soldaten für den Kaiser geworben. Die Päpstlichen können ihre stehenden Truppen rasch mobilisieren.
[3] Der Papst hat dem Kaiser versprochen, den ganzen Juli hindurch Truppen nach Deutschland zu schicken, 12000 zu Fuß und 800 Reiter. Oberbefehlshaber werden Ottavio [Farnese] und Kardinal [Alessandro] Farnese sein. Der Kaiser sähe lieber Kardinal [Cristoforo Madruzzo] von Trient in diesem Amt, um den Anschein eines Religionskrieges gegen alle Protestanten zu vermeiden. Es werden auch noch 11000 Spanier erwartet. Das ganze Heer soll zum 27. Juli bei Bologna versammelt sein und dann nach Deutschland geführt werden.
[4] Das Trienter Konzil wurde gegen den Willen des Kaisers geschlossen.
[5] Die Heere des Kaisers und des Papstes. Die Hzz. [Cosimo] von Florenz, [Ercole II.] von Ferrara und [Kardinal Ercole Gonzaga] von Mantua werden zahlen, wenn der Krieg gegen die Häretiker erklärt wird. Venedig verlangte zuvor ein Urteil der gesamten Kirche.
[6] Dieser Krieg wird von manchen [Katholiken] für leicht gehalten. Doch Gott wird helfen. Zuspruch und Fürbitte.