M. an Georg Spalatin [in Lochau].
- [Wittenberg, 13./14. September 1524]
[1] Bugenhagen ist vom Rat [von Wittenberg] trotz M.s Widerspruch nach Hamburg entlassen worden, was M. angesichts der von den Karlstadtianern drohenden Gefahr für unverantwortlich hält.
[2] Erbetener Ratschlag, wie sich Kf. [Friedrich] gegenüber dem Ansinnen [Bf. Adolfs] von Merseburg bezüglich [Visitation] und Publikation einer päpstlichen Bulle verhalten soll.
[3] Um des Gemeinwohls willen hat M., da es genug theologische Vorlesungen gibt, das schwerere Geschäft übernommen, die Studenten zu den notwendigen humanistischen Studien zurückzuführen. M. wurde durch [Lambert von Avignon] und die Prediger von seiner Vorlesungsstunde verdrängt.
[4] Er hat begonnen, für [Lgf. Philipp] von Hessen eine Schrift über Luthers [Lehre] zu verfassen [Epitome ... : CR 1, 703-712 Nr. 313; MSA 1, 179-189]; Anselm von Tettau [⇨ 168.4] wird damit Genüge getan werden.
Fundort:
CR 1, 676f Nr. 290 mit 3, 1269; Suppl. 6/1, 256 Nr. 359; MSA 7/1, 200-202 Nr. 89.
‒ MBW.T 2.
Datierung:
Datum: Jahr von Sp. notiert. Über 2 und 3 schrieb Luther am 13.9.1524 an Sp. (WAB 3, 345-347 Nr. 776), über 1 Bugenhagen am 14. an den Kf. (Vogt, B.-BW 18-20 Nr. 8).