M. an Joachim Camerarius [in Leipzig].
- [Wittenberg], 14. Dezember [1543]
[1] Dank für den Brief [3389 mit 3392] über den Krieg [des Kaisers mit Frankreich] und die [braunschweigische] Frage. M. kritisiert die christlichen Regenten, die sich trotz der Türkenbedrohung (Blutbad in Stuhlweißenburg und andere, in einem jüngst eingetroffenen Brief gemeldete Grausamkeiten) um Unwichtiges streiten.
[2] M. will zur [Neujahrs]messe oder vorher auf der Reise [zum Speyrer Reichstag] nach [Leipzig] kommen.
[3] M. versprach dem [Georg] Sabinus, der persönlich in [Königsberg] vorstellig werden will, daß er und C. an Hz. Albrecht [von Preußen] schreiben werden [4.1.1544].
[4] M. las C.s Xenophonübersetzung [De forma reipublicae Lacedaemoniorum. De Forma reipublicae Atheniensium. De praefectura et disciplina equestri. Leipzig, Valentin Bapst, 1543] und freute sich an der Huldigung [für M.]. Doch hätte C. lieber die Hellenika übersetzen sollen, da [Willibald] Pirckheimers Übersetzung [Graecarum rerum libri septem, hrsg. v. Thomas Venatorius. Nürnberg 1532] unzureichend ist.
Fundort:
CR 5, 252f Nr. 2816; Cod.II, 195f.
‒ MBW.T 12.
Datierung:
Jahr aus den Parallelen und aus 4.
Nachtrag:
4: Pirckheimers Übersetzung von Xenophons Hellenika erschien nicht als Einzeldruck in Nürnberg 1532, sondern erst 1534 in einem Sammelband bei Andreas Cratander in Basel unter dem Titel: Xenophontis philosophi et historici clarissimi opera ..., S.375-487 mit einer Vorrede des Thomas Venatorius vom 21.4.1532; vgl. N.Holzberg, Willibald Pirckheimer (1981), 362f mit 459 Anm.427.