[1.1] M. versichert, daß in diesem Jahr in Wittenberg nichts über die [Doppelehe] gedruckt oder geschrieben wurde, und äußert Vermutungen über die Herkunft der dem Lgf. zugekommenen Aufzeichnung [⇨ 3201.2]. Nachdem Kf. [Johann Friedrich] von Sachsen im Januar 1542 Luther die Veröffentlichung einer geplanten Schrift [⇨ 3185.1.2] untersagt hatte, hat sich dieser nicht mehr mit der Angelegenheit befaßt. Er schreibt jetzt sein drittes Buch über die Juden [Von den letzten Worten Davids, ⇨ 3185.1.1].
[1.2] Ebenso hat M. dem Kf. geantwortet [3185], der ihm vor vier Wochen mit Briefen der Schwester des Lgf. [Hzn. Elisabeth von Sachsen zu Rochlitz] dieselbe Aufzeichnung zuschickte.
[1.3] Der Kf. mißbilligt solche Äußerungen, die im Hzt. Sachsen, besonders in Leipzig, weniger gegen den Lgf. als aus teuflischem Haß gegen die [Reformation] gesagt und geschrieben werden, was man aber mit Geduld tragen muß.
[1.4] Eine haßerfüllte Bemerkung eines großen Doktors [NN, wohl ein Politiker auf dem Regensburger Reichstag 1541] gegenüber M. als Symptom der allgemeinen Verachtung der Christen.
[2] Zum Tod des Johannes Feige.
[3] Anbei Luthers zweites Buch gegen die Juden [Vom Schem Hamphoras: WA 53, 573-648]. Segenswunsch.