M. an die Universität Frankfurt/Oder.
- [Wittenberg, vor 18. November 1542]
[1] Die notwendige Eintracht in der Kirche wurde von M. immer gefördert, vor allem die unter den evangelischen Universitäten.
[2] An dem dortigen Streit [⇨ 3066 u.ö.] ist er unbeteiligt, hat vielmehr den [Alexander] Alesius oft um Zurückhaltung gebeten. Über die Handlungen [des Christoph von der Straßen] urteilte M. nicht. Die Rechtsauffassung, daß öffentliche Unzucht durch die Obrigkeit zu bestrafen ist, hält M. unbeschadet des Unterschieds zu Ehebruch und der Fehlanzeige im römischen Recht für allgemein anerkannt.
[3] M. lobt das Bemühen um Beilegung des Streits, versichert sein Wohlwollen und betont die Einheit.
Fundort:
CR 4, 899f Nr. 2578; vgl. CR 1, XXVIIIf.
‒ MBW.T 11.
Datierung:
Datum: Eine Abschrift schickte M. am 18.11.1542 nach Leipzig (⇨ 3090.3).
Nachtrag:
Datum: Ein Schreiben der Universität Wittenberg in gleicher Sache an Kf. Joachim II. von Brandenburg vom 10.11.1542 abschriftlich in Nürnberg StB, Strob. Ms. 35, f.175r-176r. Es ist wahrscheinlich gleichzeitig mit 3089 abgegangen. Also ist entweder 3089 auf den 10.11.1542 zu datieren, oder es ist anzunehmen, daß in der Nürnberger Abschrift ‚10^‛, aus ‚18‛ verschrieben wurde. Die Erwähnung in 3090.3 spricht eher für den 18.