M. an Joachim Camerarius in Leipzig.
- [Wittenberg], 25. Juli [1542]
[1] M. hat Verständnis für des [Georg Joachim] Rheticus Begeisterung für die [Astronomie]. Die fehlende Selbstkritik wird nach der Heirat kommen. Doch schrieb er ihm [nach Nürnberg bzw. Feldkirch], er müsse sich über seine Rückkehr [auf die Wittenberger oder Annahme der Leipziger Professur] äußern. [Andreas] Perlacher in Nürnberg kommt für Leipzig in Betracht; er soll sich jedoch gegen Georg Tannstetter undankbar erwiesen haben. In Wittenberg ist Erasmus Flock als Nachfolger vorgesehen, falls Rheticus [endgültig] geht.
[2] Stellungnahme zu der von Ludwig Fachs überbrachten [Fundation der Universität Leipzig vom 26.5.1542: B.Stübel, Urkundenbuch der Universität Leipzig von 1409 bis 1555 (Codex diplomaticus Saxoniae regiae II/11, 1879), 546-549 Nr. 420].
[3] Über den [braunschweigischen] Krieg; Sorge um Deutschland, falls [Kaiser] Karl sterben sollte. M.s Gottvertrauen. M. erwartet heute Post vom Feldlager.
Fundort:
CR 4, 847f Nr. 2526; O fehlt.
‒ MBW.T 11.
Datierung:
Jahr: Berufung des Rheticus nach Leipzig (⇨ 3012).