M. an Fürst Georg von Anhalt. - [Wittenberg, Anfang Juli 1542]

[1] M. bedauert die innerdeutschen Unruhen [⇨ 2992f] und betet.

[2] Er teilt mit, was er von Österreichern über den Türkenkrieg in Ungarn erfahren hat: das von Kf. [Joachim II.] von Brandenburg angeführte Heer ist groß, die Türken bleiben in Buda und wurden bei Ausfällen von den Ungarn geschlagen, vom Sultan [⇨ 2981.1] hört man nichts mehr. Türkische Brunnenvergifter.

Fundort:
CR 4, 833f Nr. 2509. ‒ MBW.T 11.
Datierung:
Datum: Nach Joachims Ankunft in Österreich (⇨ 2960). Also sind die ‚motus domestici‛, die ganz neu sind, der Krieg gegen Hz. Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel. Die Kriegserklärung erging am 13. Juli; doch gab es schon im Juni offene Rüstungen (vgl. Mentz, Johann Friedrich 2, 325f). M. äußert sich in den anderen überlieferten Briefen erstmals am 8. Juli darüber. Die 2 erwähnten Österreicher sind anscheinend nach dem 26. Juni (⇨ 2989.3) in Wittenberg gewesen.

Normdaten
Personen:

Georg von Anhalt: GNDHagrid

Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel: GNDHagrid

Joachim II. von Brandenburg: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Suleiman, Sultan: GNDHagrid

Orte:

Wittenberg: GeonamesHagrid