[1] Gerüchte über Kaiser Karls [Niederlage vor Algier] waren schon vor Veit [Dietrichs] Brief nach Wittenberg gelangt. M. mißbilligt diese Afrika-Expedition angesichts der Türkengefahr [in Ungarn]. Mehr mündlich [⇨ 2846]. Zustimmung zu C.s Kritik an der Haltung der Fürsten. M.s Trost ist die Gewißheit, daß Gott den Rest der Kirche, darunter auch C.s Familie, bewahren wird.
[2] Im Zeugnis für Christoph [Albrecht von Kunheim] setzte M. die Jahreszahl nach der Vermutung Paul [Ebers] ein.
[3] M. schickt durch einen zuverlässigen Jenenser [NN] einen Brief des [Hieronymus Kammermeister] an C.
[4] Ein Traum erinnert M. mitzuteilen, daß der Notar Konrad [Weichart] aus Jena, ein ehemaliger Freund des Otto Beckmann, der Jenenser Wein beschafft, bereit ist, auch C. zu beliefern.
[5] C. soll seine Rede [Oratio de studio bonarum artium et linguae Graecae atque Latinae pronuntiata in academia Lipsiensi] noch vor der [Neujahrs]messe veröffentlichen [Leipzig, Valentin Bapst, 1541]; auch Caspar Cruciger wünscht es. Luther sieht die Weissagung des Paulus [2 Tim 3,1] über die schlimme Endzeit eingetroffen.
[6] Eigenhändiger Gruß von Cruciger, der hofft, die von Apollonios [Rhodios] gerühmte Gastlichkeit der Myser werde auch C. zuteil.