M. an Leonhard Fuchs in Tübingen.
- Regensburg, 18. Juli 1541
[1] M. hält ein Gelehrtenleben, wie es F., Joachim [Camerarius] u.a. führen können, für glücklicher und nützlicher als seine freilich auch notwendigen politischen Kämpfe, die jedoch wegen der Divergenzen mit den [Fürsten und Räten] wenig erfolgreich sind. M. hat großes Interesse an F.s Publikationen. Er dankt für dessen Methodus [Basel, Michael Isengrin, 1541], die er auf der [Heim]reise lesen will.
[2] Auf Befehl des [kursächsischen] Hofes muß M. heimkehren, ohne das von F. empfohlene Bad aufgesucht zu haben; er ist empört, hat aber erkannt, daß er der Kirche an der Universität besser dienen kann als in solchen politischen Verhandlungen. Gebet.
Fundort:
CR 4, 554 Nr. 2319; MSA 8, Nr. 416.
‒ MBW.T 10.