Martin Luther an M. [in Regensburg].
- [Wittenberg], 12. Juni 1541
[1] Die von M. angekündigten [2719] Gesandten [des Kf. Joachim II. von Brandenburg und des Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach, Fürst Johann von Anhalt, Matthias von der Schulenburg und Alexander Alesius] holten zusammen mit [Fürst] Georg [von Anhalt] L.s Antwort, die von Kf. [Johann Friedrich] von Sachsen und [Gregor] Brück umformuliert worden war [WAB 9, 436-443 Nr. 3629]. Unwissenheit der Gesandten. Der Plan des [Eb. Albrecht] von Mainz durchkreuzt. Festhalten des Kf. an den Formulierungen der [CA]. [Alesius] wird berichten.
[2] L. erwartet die Rückkehr. Caspar [Cruciger] erhielt vom Kf. die Erlaubnis dazu. Reichstag, Türken, Brandstifter. Die auf der Leuchtenburg gefangenen von [Eb. Albrecht] von Mainz angestiftet. Der Kaiser muß diesen und [Hz.] Heinrich [von Braunschweig-Wolfenbüttel] bestrafen, sonst droht eine Volksrevolution. L. haßt jetzt den Kaiser. Wenn ein Aufstand ausbricht, was Gott verhüten möge, wird [Lgf. Philipp von Hessen] den Schmalkaldener Traum [⇨ 2168.1] erfüllen.
[3] In M.s Haus ist alles in Ordnung. Sein Sohn Philipp hat unlängst eine teuflische Gefahr überstanden.
Fundort:
WAB 9, 445-449 Nr. 3630 mit 13, 296.
‒ MBW.T 10.