M. an Joachim Camerarius in Bamberg.
- [Wittenberg], 4. Januar [1523]
[1] M. tröstet C. in seinem Unglück.
[2] Die Quintilian-Professur konnte noch nicht angemessen besetzt werden [⇨ 240.9]. M. preist den Lehrberuf.
[3] [Johannes Bernhardi] aus Feldkirch hat sich M. grundlos entfremdet, so daß M. ihm nicht schreibt; doch soll C. ihn zu einem Brief an M. veranlassen.
[4] Was C. über Karlstadt schreibt, beunruhigt; M. befürchtet, daß er aus Rachsucht der Sache des Evangeliums schaden wird, zusätzlich zu Franz [von Sickingen].
[5] Sebald [Münsterer] ist gestern nach Leipzig gefahren. Die Drucklegung des Alten Testaments [Luthers Pentateuch-Übersetzung: WA Bibel 2, 217f und Bd. 8] macht viel Arbeit.
Fundort:
CR 1, 599f Nr. 229; Suppl. 6/1, 208f, Nr. 279; Cod. I, 139.
‒ MBW.T 2.
Nachtrag:
Jahr: C. in Bamberg wie 240.9; 243; 287. Des Trostes bedarf C. (1) wegen des Todes seiner Mutter (⇨ 240.9). Die Quintilian-Professur ist durch C.s Abwesenheit verwaist (⇨ 240.9). Die Unruhen durch Franz von Sickingen weisen ebenfalls in das Jahr 1523 (⇨ 255f).