M. an Burkhard Mithoff in [Münden]. - [Wittenberg], 2. September [1540]

[1] Die gegenseitige Freundschaft. M. rät, vor Änderung der Riten [im Fürstentum Calenberg] für evangelische Predigt zu sorgen. Dies könne [Hz. Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel] nicht verbieten. Segenswünsche für Hzn. [Elisabeth] und ihren Sohn [Erich II. von Braunschweig-Calenberg].

[2] M. erhielt den ersten Brief des Mith. in Schmalkalden [⇨ 2382ff], den zweiten in Thüringen während der Krankheit [⇨ 2450ff], in die ihn die auch von Mith. beklagte [Doppelehe des Lgf. Philipp von Hessen] warf. [Antonius] Corvinus trifft keine Schuld. Durch Luthers Ankunft wurde M. dem Tod entrissen. Mith. soll uninformiertem Gerede über diese Angelegenheit entgegenwirken. M. wird ihn mündlich über die Hintergründe aufklären. Die Scheidung des [Kg. Heinrich VIII.] von England von [Anna von Kleve-]Jülich ist verwerflicher.

[3] [Kg.] Ferdinand ist nach dem Tod des Kg. Johannes [Zápolya] mit Ungarn beschäftigt und wird keinen Krieg in Deutschland beginnen.

Fundort:
CR 3, 1080f Nr. 1999. ‒ MBW.T 9.
Datierung:
Jahr bes. aus 2.

Normdaten
Personen:

Anna von Kleve, Kgn. von England: GNDHagrid

Corvinus, Antonius: GNDHagrid

Erich II., Hz. von Braunschweig-Calenberg: GNDHagrid

Ferdinand: GNDHagrid

Heinrich VIII. von England: GNDHagrid

Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel: GNDHagrid

Luther, Martin: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Mithoff, Burkhard: GNDHagrid

Philipp von Hessen: GNDHagrid

Zápolya, Johannes: GNDHagrid

Orte:

Münden: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid