[1] M. verspricht, H.s [umgearbeitete] Heroiden [Hagenau, Johannes Setzer, 1532] in Wittenberg, sobald nach Vollendung der Übersetzung des Neuen Testaments einige Pressen [Melchior] Lotters [d.J.] frei werden, oder am Rhein drucken zu lassen, denn sie gefallen ihm besser als die ihm unlängst bekannt gewordenen Epigramme des [Caspar] Ursinus [Velius. Basel, Johannes Froben, März 1522].
[2] M. teilt H.s Sorge, daß die Mißachtung der Dichtung durch die Jugend verheerende Folgen für die sprachliche Bildung haben wird, und leitet seine Schüler zum Dichten an, auch durch eigene Werke
[3] wie beiliegende Homerübersetzung [vielleicht CR 10, 545f Nr. 127; 18, 125-128], die H. anregen soll. M. will das 2. Buch der Ilias übersetzen [vgl. CR 18, 121-126].
[4] Luther schätzt H. und wird ihm schreiben. Joachim [Camerarius] genest von einer schweren Krankheit. Grüße an Peter Eberbach, [Euricius] Cordus u.a.