M. an Georg Spalatin [in Lochau].
- [Wittenberg, ca. 6. Mai 1522]
[1] M. bestätigt den Empfang einer Briefsendung von Sp. einschließlich eines Briefes des [Nikolaus] Gerbel. Karlstadts Schrift [gegen Hieronymus Dungersheim] wird unterdrückt; dies weiß Sp. aus dem Schreiben der Universität an Kf. [Friedrich vom 27.4.1522: H.Barge, Karlstadt 2 (1905), 562-565].
[2] Für die Übersetzung des Neuen Testaments fragt M., was Sp. über das alte Münzwesen weiß, wie er mehrere, darunter [Konrad] Mutianus anschrieb [⇨ 226].
[3] Anbei Luthers [Von beider Gestalt des Sakraments zu nehmen: WA 10/2, 1-41], das [Johannes Grunenberg] als Ersatz für die unterdrückte Karlstadt-Schrift drucken durfte. M.s Brief [De veteris testamenti usu?, ⇨ 224.1] wurde nicht gedruckt; Sp. wird das Manuskript erhalten. Segenswunsch für Kf. [Friedrich]. Luther wird heute zurückerwartet. Die Neuauflage von M.s Loci wird übermorgen fertig.
Fundort:
CR 1, 570 Nr. 211 mit 3, 1268; Suppl. 6/1, 187 Nr. 252.
‒ MBW.T 1.
Datierung:
Datum: Luther kehrte am 6. oder 7. Mai 1522 von einer längeren Reise zurück, vgl. WAB 2, 512 Anm.1 mit 13, 46 und besonders ARG 25 (1928), 2.
Nachtrag:
Zu 1 und 3 vgl. Wetzel (wie oben zu 173), bei Anm.155.