Vorschläge für die Besetzung der Pfarr- und Predigerstellen in den Hauptorten des Hzt. Sachsen:
[1] Weißenfels: Der Pfarrer [Thomas Hoffmann] bleibt mindestens bis zur Visitation; sein Diaconus [NN] ist durch den Pfarrer von Bürgel [Valentin Vigelius] zu ersetzen oder der Pfarrer von Jena [Christoph Hoffmann] als Prediger abzuordnen.
[2] Eckartsberga: Der einst aus Apolda vertriebene Pfarrer [NN] ist zu ersetzen durch Thomas Brunswitz [alias Fleck] in Schlettau [bei Annaberg], wo der Diaconus Michael Rudiger zum Pfarrer aufrücken soll.
[3] Weißensee: Der Pfarrer [NN] ist untragbar; die Gemeinde wünscht [Wolfgang] Radtsch [Ratschitz] in St. Georg vor Naumburg, ersatzweise Volkmar Cordis in Friedrichroda, dessen Nachfolger der Schulmeister von Gotha Georg Merula werden kann.
[4] Tennstedt: Der Pfarrer [NN] ist durch [NN] in Ichtershausen zu ersetzen, dessen Pfarrei der Diaconus Thomas Weiß in Gotha übernehmen soll.
[5] Langensalza: Balthasar Raid aus Hersfeld ist zu berufen; der Vizeguardian des [Franziskaner]klosters Erhard Fabri ist geeignet.
[6] Kindelbrück: Der Pfarrer [NN] kann bis zur Visitation bleiben; er braucht einen Diaconus.
[7] Sangerhausen: [NN] und [NN] sind wegen unklarer Eheverhältnisse untragbar. Johannes Sibenrad in Nordhausen geeignet.
[8] Freiberg: Der von [Johannes] Eck dorthin vermittelte Pfarrer [NN] ist durch Laurentius [Schröter] in Schilda [Zschillen = Wechselburg] zu ersetzen. [Michael] Coelius bei Gf. Albrecht [von Mansfeld in Eisleben] und Wendelin [Faber] bei Gf. Gebhard [von Mansfeld in Seeburg] sind voraussichtlich unabkömmlich.
[9] Annaberg: Friedrich Myconius bis zur Visitation.
[10] Penig: Pfarrer [Nikolaus Mücke] und Prediger [NN] bleiben bis zur Visitation.
[11] Chemnitz: Der von dort vertriebene Blasius Genslin in Bürgel ist als Prediger oder Diaconus bis zur Visitation zu berufen. Als Pfarrer soll Johannes Cellarius gewonnen werden.
[12] Pegau: Pfarrer [Andreas Imgraben] in Grünhain.
[13] Leipzig: Wenzeslaus [Linck], [Nikolaus von] Amsdorf, [Nikolaus] Medler, [Erhard] Schnepf.
[14] Dresden: Paul [Lindenau].