[1] M. gab dem Boten [NN] des Fürsten Georg von Anhalt nicht den erbetenen Antwortbrief über die [Frankfurter] Verhandlungen mit, weil er immer im letzten Augenblick schreibt und der einmal abgewiesene Bote nicht wiederkam [⇨ 2158.1]. J. soll M. bei dem Fürsten entschuldigen und ihm die folgenden Nachrichten mitteilen [J. an G., 18.3.1539: Kawerau, Jonas-BW 1, 309f Nr. 411].
[2] Die Verhandlungen stehen noch am Anfang. Der kaiserliche Gesandte [Johann von Weeze] brachte den Vermittlern Kf. [Ludwig] von der Pfalz und [Kf. Joachim II.] von Brandenburg Vollmacht, Frieden zu schließen. Auf deren Anforderung übergaben die [Schmalkaldener] ihre Wünsche zur Änderung des Nürnberger Religionsfriedens [Pol. Corr. Straßburg 2, 560f Anm.3]; sie verlangen Sicherheit auch für weitere evangelische Stände und Einstellung der Prozesse des Reichskammergerichts. Jetzt beraten die Kff. Der Gesandte [Weeze] soll härter als seine Instruktion sein.
[3] Der Straßburger Philologe [Johannes] Sturm war bei M. und erzählte, [Jacopo] Sadoleto habe auf [Sturms] Schrift gegen die Reformschrift der Kardinäle [⇨ 2028.2] repliziert; doch der Bf. von Paris [Jean du Bellay] habe von der Veröffentlichung abgeraten; Sturm will eine Abschrift besorgen.
[4] Friedrich Myconius berichtet über den erfreulichen Zustand der Frankfurter Gemeinde [fehlt; vgl. an Luther, 3.3.1539: WAB 8, 386-389 Nr. 3308]. Gruß an Frau [Katharina Luther]; Jakob Sturm habe Wein versprochen. Grüße von Bucer, [Jakob] Sturm, [Gregor] Brück und Franz [Burchard].