[1] Die Kirchen- und Schulreform, der sich B. widmet, ist das größte gute Werk. Fürbitte für B., seine Frau [Walpurga] und seine Kinder. Grüße an Petrus Palladius und Peter Swawe. Zeitungen anbei. Dem Hz. [Ernst von Braunschweig-]Lüneburg hat M. noch nicht geschrieben.
[2] Zeitungen.
[2.1] In [Wittenberg] herrscht Ruhe. Luther begann am [4. Juli] als Vertreter B.s zu predigen.
[2.2] Das Konzil wurde verschoben. [Fälschlich] wurde der Tod des Papstes [Paul III.] gemeldet.
[2.3] Ganz Deutschland ist ruhig. Eb. [Matthäus] von Salzburg hielt [in Salzburg] eine Synode ab [ARC 2, 319-506]. Sie wurde von einem Blitzschlag aus dem Dom in die Burg verjagt. Der Gesandte [Gallus Müller] Kg. Ferdinands forderte, auf dem Konzil in Mantua freie evangelische Lehre, Laienkelch, Priesterehe und ein Verbot für die Klöster, Erbschaften anzutreten, zu beschließen [vgl. ARC 2, Nr. 101 und Nr. 109].
[2.4] Der Kaiser geht vermutlich nicht nach Italien. [Kg. Franz I.] von Frankreich zog wegen einer Seuche seine Truppen aus den Niederlanden zurück, ohne sie nach Italien zu führen.
[2.5] Eine Nürnberger Witwe [NN] vermachte ihr Vermögen der [evangelischen] Kirche und den Geistlichen zum Nachteil ihrer beiden Schwestern im Kloster.
[2.6] Mgf. Johann [von Brandenburg-Küstrin] erhielt von Lgf. [Philipp von Hessen] den Erasmus Alber als Prediger und versprach brieflich, die Reformation einzuführen.
[2.7] In Augsburg verbieten die Prediger Nebensächlichkeiten wie Tänze und Bankette, aber auch den Wucher.