[1] Das von Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] verfolgte doppelte Ziel, nämlich Verhandlungen über eine gemeinsame Lehrform und über die Mindestforderungen, wurde nicht erreicht. Um überhaupt ein Ergebnis vorweisen zu können, bekamen die [Theologen] den Auftrag, eine Schrift gegen die Gewalt des Papstes zu verfassen, die M. etwas heftiger als gewöhnlich niederschrieb [Tractatus de potestate papae: CR 3, 271-286 Nr. 1529 mit 23, 721-724; BS 471-496; vgl. Volz l.c. 115f].
[2] Luthers Krankheit behinderte die Beratungen. [Georg] Sturtz wurde geholt; heute trat Besserung ein.
[3] [Ambrosius] Blarer, [Martin] Bucer und [Andreas] Osiander sind anwesend. Der kaiserliche Gesandte [Matthias Held] lädt die Fürsten zum Konzil ein; heute wird auch der päpstliche Gesandte [Peter van der Vorst] erwartet. Die vorbereitete Antwort [vom 24.2.1537: Walch2 16, 2003-2010 Nr. 1234; CT 4, 73-78 Nr. 50; CR 3, 301-308 Nr. 1540b] auf die Konzilsladung ist nach M.s Meinung zu hart.
[4] M. ist mißmutig über die Verhandlungen und über die unwirtliche Industriestadt.
[5] J. soll durch diesen Boten [NN] antworten und auch einen Brief von [Luthers] Frau veranlassen.