[1] P. wird sich um [das Stipendium] des Ambrosius [Reuter, ⇨ 171.1] kümmern und ist zuversichtlich.
[2] P. erklärt M. [⇨ 171.2], daß Reuchlin sich von Hz. [Wilhelm] von Bayern und den Ingolstädter [Theologen, bes. Johannes Eck] nur durch eine andere Verpflichtung befreien konnte.
[3] Oekolampad erfüllte M.s Bitte [⇨ 171.3] nicht, weil er [seine Handschriften] überhaupt nicht hergibt. P. selbst besitzt nur solche, die auch gedruckt sind, und einiges Unbedeutende. Mit dem Erwerb von griechischen Handschriften hatte er kein Glück. Durch [Johannes] Trithemius wollte er dessen in Sponheim gebliebene Handschriften kaufen, bekam aber nur das Verzeichnis und Versprechungen. Nach seinem Tod [13.12.1516] verhandelte P. mit dem Abt [Matthias] von St. Jakob [in Würzburg] über den Kauf der griechischen [Handschriften], aber der Bf. [Lorenz von Bibra] schickte sie dem Oekolampad. Zuvor hatte P. ebenfalls vergeblich mit den Erben des Adolf [Occo I.] in Augsburg verhandelt; auch dessen Bücher kamen an Oekolampad. Als P.s Neffen [Hans, Georg und Sebald Geuder] in Rom waren, beauftragte er diese [WPB 3, 219f Nr. 488] und jetzt den [Johannes Baptista] Egnatius wegen eines Chrysostomus[-Textes]. Bei Oekolampad wird P. sich für M. verwenden.
[4] Die Römlinge sind dem P. und noch mehr dem [Bernhard Adelmann] lästig; ihn hat Eck [mit der Bannandrohungsbulle] beeindruckt.
[5] P. versichert M. seiner Hilfe, mit dem er sich in den Studien und der Verachtung der Lüste verbunden weiß.