M. an Lgf. Philipp von Hessen. Dt. - Wittenberg, 1. Februar 1535

[1] M. schreibt erst jetzt, weil Luther auf die Ankunft des Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] wartete. Unter Hinweis auf dessen Schreiben an den Lgf. [vom 27.1.1535, vgl. WAB 12, 170 Anm.10] teilt M. mit,

[2] daß Luther die [Abendmahls]konkordie [1514] billigt, jedoch vor Übereilung warnt und zunächst Osiander, Brenz, Urbanus Rhegius und die [Theologen] der [oberdeutschen] Städte befragt sehen will [vgl. WA 38, 300; WAB 12, 169f; Luther an den Lgf., 30.1.1535: WAB 7, 156-158 Nr. 2175].

[3] M. unterstützt die Denkpause mit Rücksicht auf die [Oberdeutschen]. Er wünscht die Anwesenheit des Lgf. bei den weiteren Verhandlungen und bis dahin die Anerkennung der Städte als Anhänger der CA

[4] und erbietet sich zu weiterer Mitwirkung.

[5] M. will auch an Brenz [1544], Osiander und andere schreiben.

Fundort:
CR 2, 835-837 Nr. 1248 mit Zettel (5): Marburg SA, Best.3i (Pol.A.), Nr. 2688, f.48. ‒ MBW.T 6.
Nachtrag:
Fundorte: Best. 3 (nicht 3i).

Normdaten
Personen:

Brenz, Johannes: GNDHagrid

Johann Friedrich d. Ä. von Sachsen: GNDHagrid

Luther, Martin: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Osiander, Andreas: GNDHagrid

Philipp von Hessen: GNDHagrid

Rhegius, Urbanus: GNDHagrid

Orte:

Wittenberg: GeonamesHagrid