[1] B.s Bruder [Bernhard], ein begabter Student, reist zu ihm.
[2] Auf B.s Warnung vor einer Abendmahlskonkordie antwortet M., daß bei Differenzen in der Trinitätslehre u. dgl. kein Bündnis möglich ist.
[3] Namentlich der in Ulm lebende Sebastian Franck, der Bucer und vielen Ulmern, vor allem [Martin] Frecht, mißfällt, soll durch Intervention des Lgf. [Philipp von Hessen] gemaßregelt werden.
[4] Mit Bucer hat M. nichts beschlossen, was Sache der leitenden Geistlichen wie B. ist, sondern nur dessen Meinung überbracht [1513 und 1514]. M. bekennt die wahre Gegenwart Christi im Abendmahl und lehnt Neuerungen ab.
[5] Viele [Kirchenväter] vertreten die übertragene Deutung,
[6] für die in Frankreich und anderswo jetzt viele sterben.
[7] M. regt eine Konferenz zur Vorbereitung einer Konkordie an,
[8] zumal die [Oberdeutschen] sich Luther annähern und der Gedankenaustausch das Verständnis auch der übrigen Lehrpunkte gefördert hat.
[9] B. soll diesen Brief vernichten.