M. an Joachim Camerarius in Nürnberg.
- [Wittenberg], 17. März 1534
[1] Die von Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] geschickte Salbe und den Brief überbringt via Buchhändler Georg [Rotmair] der Sohn [Michael d.J.] des Michael von Kaden. Der kurfürstliche Kämmerer [Hans von] Ponickau schrieb über ihre Anwendung und über eine weitere Salbe, die M. schicken wird, sobald Caspar [Lindemann] zurückgekehrt ist [⇨ 1423.1].
[2] Die Rückführung des Hz. [Ulrich] von Württemberg und die Artikel des [Kg. Heinrich VIII.] von England, die C. bei [Lazarus] Spengler einsehen kann, werden den Kaiser zur Rückkehr [nach Deutschland] veranlassen, wobei er die [evangelischen] Kirchen beseitigen will. Doch das Schicksal gibt [Lgf. Philipp von Hessen] den Sieg. Die diesem von [Kg. Franz I. von Frankreich] gemachten Versprechungen sind freilich wertlos. Gebet um guten Ausgang der Wirren.
[3] [Luther] hat zu M.s Schmerz den Streit mit Erasmus wieder aufgenommen [WAB 7, 16f Nr. 2086 und 27-40 Nr. 2093 mit 13, 220f]. C. soll über sich selbst und die politische Lage schreiben.
Fundort:
CR 2, 708f Nr. 1173; Cod.II, 8.
‒ MBW.T 6.