[1] B. dankt für den Brief [8881] und die [Responsiones ad articulos Bavaricae inquisitionis, ⇨ 9040]. Die Bedrängnis der Kirche ist Strafe für ihre inneren Streitigkeiten.
[2] Trauer und Trost der Frommen.
[3] Seine eigene Schrift über die Artikel der bayerischen Inquisition [⇨ 8877.2] ließ B. durch [Christoph] Froschauer aus Frankfurt[Main] an M. schicken. Die Anzahl der Artikel ist in seiner und in M.s deutscher Schrift [8744] verschieden.
[4] B. erlaubt sich Kritik an M.s Behandlung des freien Willens und
[5] an seinem Festhalten an der Privatabsolution trotz Preisgabe der [obligatorischen] Einzelbeichte.
[6] Zu Artikel 9 bemerkt B. unter Hinweis auf die Apologie und den Reichstagsabschied [von 1530] (Kaiser [Karl] erwähnt), M. leiste mit seiner Abendmahlslehre den [Katholiken] Vorschub,
[7] legt die altkirchliche und biblische Lehre dar,
[8] zeigt die Abweichungen der [Katholiken] und bekennt sich zu jener.
[9] M. soll seine Aussagen im Sinne B.s präzisieren, zumal er zu Kol3 gegen die Ubiquität Stellung bezog [⇨ 9121].
[10] Anfeindungen dürfen ihn nicht abhalten;
[11] Augustin ist das Vorbild,
[12] und M. wird nicht mehr lange leben.
[13] Die Feigheit und Unentschiedenheit des Erasmus von Rotterdam kostete ihn alle Achtung.
[14] Von dem hochverehrten M. erwartet B. solches nicht.
[15] Gruß von Petrus Martyr [Vermigli]. B. lobt dessen gegen Stephan [Gardiner] gerichtete Defensio doctrinae veteris de eucharistiae sacramento [Zürich, Christoph Froschauer, 1559].
[16] Über Heinrich Bullinger d.J.
[17] Der Brief ist nicht ins Reine geschrieben.
[18] Überbringer ist Sebastian [NN].