Johann von Bert an M. [in Wittenberg].
- Wesel, 13. Februar 1559
[1] Äußere Umstände verhindern das Zusammenleben mit dem verehrten M. ebenso wie einen regen Briefwechsel.
[2] Kf. Ottheinrich von der Pfalz betreibt in hervorragender Weise die Reform der Kirche und der Universität Heidelberg. [Dietrich van] Groin bekam vorgestern die gedruckten Ordnungen [⇨ 8312.5]. Kanzler Erasmus von Minckwitz, der einst den gefangenen [Kf.] Johann Friedrich [von Sachsen] begleitete, wirkte mit. Auch im [Hzt. Jülich-Berg] wäre ein solcher Kanzler nötig. Tilemann [Heshusen in Heidelberg] schrieb, einige Fürsten seien schon beim Reichstag [in Augsburg] und Religionsverhandlungen stünden bevor.
[3] Der dem Rektor Lubertus [Florianus] empfohlene [NN] wurde als Hilfsprediger angenommen. [Hz. Wilhelm von Kleve-Jülich] schickte für die [Mathena]kirche einen [evangelischen] Pfarrer [Johannes Heidfeld]. Gott stärke den Reformeifer des Fürsten.
[4] Papst [Paul IV.] hat einen Katarrh. [Hz. Wilhelm von Kleve-Jülich] geht es besser. B. leidet noch an Fieber. M. soll für B. beten wie dieser für M.
Fundort:
Konzept: Wesel, Kirchenarchiv, Gefach 3, 1 Nr. 35.