M. an Georg Fabricius in Meißen.
- [Wittenberg], 22. Februar [1558]
[1] M. amüsierte sich darüber, daß F. die Briefe an seinen Bruder Jakob und an ihn falsch adressierte. Die Mahnung, medizinische Bücher zu lesen, bejaht M. auch für sich; lieber als die Sophismen des [Friedrich] Staphylus betrachtet er die Spuren Gottes in der Natur. Er freut sich auch, daß F. an dem chronologischen Schriftchen [nicht identifiziert] Gefallen fand. M. gibt solches für die Studenten heraus. Aus Zeitmangel kann er sie nicht sorgfältiger ausarbeiten.
[2] M. erzählte dem Johannes Banno, daß ebenfalls die Adressen vertauscht wurden, als [Kf.] Johann Friedrich [von Sachsen] zwischen [Katharina von Sachsen], der Mutter des [Kf.] August [von Sachsen], und [Elisabeth von Sachsen zu Rochlitz], der Schwester des Lgf. [Philipp von Hessen], vermitteln wollte.
[3] M. betet für F.s Frau [Magdalena] um eine glückliche Niederkunft. Er gedenkt bald zu kommen.
Fundort:
CR 9, 448f Nr. 6463.
Datierung:
Jahr aus 3: F. hatte am 30. Mai 1557 geheiratet (⇨ 8220). In 8569 ist das Kind geboren.