[1] Der Rat dankt für die auf seinen und des Kollators Abt Martin von Selau Wunsch erfolgte Entsendung des Albert Cruciger [⇨ 7921.3; ⇨ 7923.2],
[2] führt aber Beschwerde, daß Cruciger entgegen der mit den Gesandten [Hans Leupold und NN] in Wittenberg getroffenen Absprache die Messe nicht tolerierte und
[3] nicht nur gegen Papst, Kardinäle, Bischöfe, sondern sogar gegen Kg. [Ferdinand] polemisierte, was eine Verwarnung des Amtmanns [Georg von Gersdorff] zur Folge hatte.
[4] Ermahnungen blieben erfolglos. Vielmehr stiftete er den Schulmeister [NN] und dessen Kollegen [NN] an, den Gesang zu verweigern.
[5] Als diese verhaftet wurden, besuchte er sie und bedrohte auf dem Rathaus den Ratsältesten [NN]. Deshalb wurde er entlassen.
[6] Beim Abschied drohte er, von Wittenberg aus publizistisch gegen den Iglauer Rat zu wirken.
[7] M. und die Universität sollen dies nicht zulassen.