Dietrich van Groin an M. in Wittenberg.
- [Wesel], 15. Dezember 1556
[1] Der Rat von Wesel fragte nach M.s Abendmahlslehre [7999], weil bis zur Rückkehr des [Thomas Plateanus aus Wittenberg, ⇨ 8022] behauptet wurde, M. habe am Bekenntnis des François [Perrucel, ⇨ 7992] nichts auszusetzen.
[2] Die Fremden sind verstockt und verachten die Schriften von Luther, M., [Martin] Bucer, [Johannes] Brenz und [Erhard] Schnepf. Sie müssen ausgewiesen werden, damit [Hz. Wilhelm von Kleve-Jülich] keinen Anlaß zum Eingreifen gegen Wesel, die einzige evangelische Stadt in seinem Gebiet, erhält. M.s Fürsprache [8022] bewirkte einen Aufschub bis März.
[3] Inzwischen wird hoffentlich Justus Menius [⇨ 8030] eintreffen.
[4] G. empfiehlt seine Söhne, namentlich den kranken Johannes.
Fundort:
O.Clemen: Monatshefte für rheinische Kirchengeschichte 35 (1941), 118-120 = Kl. Schr. 6 (1985), 447-449 [H3500].
‒ MBW.T 26.
Nachtrag:
4: Der andere Sohn ist Dietrich van Groin d.J.