[M.: Gutachten für Hz. Johann Friedrich von Sachsen in Weimar]. Dt. - [Weimar, 9./10. Mai 1529]

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[1] M. hat sich gegenüber Lgf. [Philipp von Hessen] bereit erklärt, mit Oekolampad und seinesgleichen über das Abendmahl zu reden. Mit Zwingli wird keine Einigung möglich sein, und auch die anderen werden zu ihm halten.

[2] Als unparteiische Beobachter sollten einige gelehrte Katholiken teilnehmen.

[3] [Caspar] Hedio und Ambrosius Blarer hält M. für belehrbar. Bei den anderen befürchtet er ein Ergebnis wie das der Leipziger Disputation [⇨ 59]. Der Lgf. neigt wie alle Rationalisten zum Zwinglianismus. M. wird niemals mit den Straßburgern und Zwingli konform gehen.

778
Fundort:
CR 1, 1065-1067 Nr. 608 mit 3, 1285; MSA 7/2, 75f Anm. 4. ‒ MBW.T 3.
Datierung:
Datum: Zwar Beilage zu 778, aber schon in Weimar auf der Heimreise aus Speyer verfaßt und laut 778 dem Kurprinzen zugestellt. Ankunft am 8. (⇨ 776). Die Weiterreise dürfte am 11., spätestens am 12. erfolgt sein, denn am 14. traf M. in Wittenberg ein (laut Georg Rörer: G. Buchwald, Zur Wittenberger Stadt- und Universitätsgeschichte, 1893, 60), doch so früh, daß er dort noch verhandeln und Briefe schreiben konnte.

Normdaten
Personen:

Blarer, Ambrosius: GND Hagrid

Hedio, Caspar: GND Hagrid

Johann Friedrich d. Ä. von Sachsen: GND Hagrid

Melanchthon: GND Hagrid

Oekolampad, Johannes: GND Hagrid

Philipp von Hessen: GND Hagrid

Rörer, Georg: GND Hagrid

Zwingli, Ulrich: GND Hagrid

Orte:

Speyer: Geonames Hagrid

Weimar: Geonames Hagrid