[1] V. bittet M., den Kf. [August] von Sachsen zum Eintreten für V., [Matthias und Laurentius Vorsbach sowie Gottfried Hornacker] zu veranlassen, denn sie haben sich nach reiflicher Prüfung zur CA mit Apologie bekannt, wie Johannes Sturm bestätigen kann, der sie im Gefängnis besuchte.
[2] V. verweist auf seine Veröffentlichungen: De artium liberalium et philosophiae praecepta tradendi explicandique recta ratione ac via; Krisis; Epistola ad Ferdinandum Romanorum regem ...; De humanae vitae recta ratione ac via.
[3] Aufgrund von Briefen an Eb. [Adolf] von Köln [21.5.1555: Pollet l.c. 228f Nr. 73] und an den Rat [ebd. 230-232 Nr. 75], worin er die Transsubstantiation ablehnte, wird V. der Häresie beschuldigt. V. bekannte sich zu Luther und zur CA und verlangte unter Berufung auf den Augsburger Religionsfrieden seine Freilassung.
[4] Der Steichmeister [Konstantin von Lyskirchen], an den V. vorgestern schrieb, gab das tyrannische Verhalten des Kölner Rates offen zu.
[5] V. wünscht, daß Kf. [August] auf dem nächsten Reichstag für ihn eintritt und an den Eb. von Köln und den Kölner Rat schreibt, wie dies einige Fürsten [Kf. Friedrich II. von der Pfalz, Hz. Christoph von Württemberg und Lgf. Wilhelm von Hessen am 30.10.1555: Ernst, Christoph-BW 3, 353-356 Nr. 186; vgl. auch die Bittschrift von V.s Frau Beatrix van Steenhoon: Pollet l.c. 238-241 Nr. 80] getan haben. V. hat vor einigen Tagen an den Eb. geschrieben, erhielt aber den Brief angeblich ungelesen zurück.
[6] V. ist von seiner göttlichen Berufung durchdrungen.