Konrad Heresbach an M. [in Wittenberg].
- [Lorward], 22. Juni [1555]
[1] H. hat M.s Brief aus Leipzig am 2. Juni erhalten. M. soll H.s Buch [De educandis principum liberis] durch den Boten des Weseler Bürgermeisters [Dietrich van Groin] zurückschicken, möglichst mit Korrekturen.
[2] Für die durch M.s Schüler im letzten Jahr überbrachten Bücher [⇨ 7175.2], in die M. eigenhändig ein Gebet und anderes eingetragen hatte, schickt H.s Frau [Mechelt] Leinen.
[3] H. begrüßt M.s Nachricht über die Erbeinung [zwischen den Häusern Sachsen, Hessen und Brandenburg, ⇨ 7454].
[4] Kaiserlich-französische Friedensverhandlungen scheiterten. Auch Kardinal [Reginald] Pole richtete nichts aus. Martin van Rossem ist gestorben.
[5] Hz. Karl Friedrich [von Kleve-Jülich] wurde am 28. April geboren.
[6] Gerücht von der Geburt eines Thronfolgers in England.
Fundort:
K. und W. Krafft, Briefe und Documente (1876), 97-99 Nr. 49 [H 2192] (Z. 5: remitteres; Z. 6: otii; Z. 7 iam: tam; Z. 9: sunt zu streichen; Z. 11: cupiens; S. 98 Z. 1: lineam; Z. 5 Animadverte: Aiunt; Z. 7: profecisse; Roshemius; Z. 8/9 Principem: Ducem; Z. 9: Fredericum; Z. 10: dignetur ei suam; Z. 12 iam: eam; Deus: Dominus; Z. 14 Dr.: D.).
‒ MBW.T 25.
Datierung:
Jahr aus § 4 und § 5.
Nachtrag:
M. war nur bis zum 10. Mai in Leipzig; am 2. Juni [Pfingstsonntag] hielt er in Wittenberg eine Vorlesung.