M. an Johann Baptist Haintzel in Augsburg. - [Wittenberg], 27. August [1554]

[1] Deutschland (Kurfürsten), Ungarn und Polen haben jetzt das schicksalhafte Alter von 500 Jahren erreicht. Eine neulich in Breslau beobachtete Himmelserscheinung deutet auf Türkeneinfälle.

[2] Die aristokratischen Städte als Hort der Kirche im Zusammenbruch der Fürstentümer. Gebet.

[3] M. empfiehlt den Überbringer Leonhard Menhard seinen Gönnern [Hieronymus] Rehlinger und Georg von Stetten.

Fundort:
CR 8, 334f Nr. 5656. ‒ MBW.T 24.
Datierung:
Jahr: Leonhard Menhard aus Augsburg, am 3. 6. 1553 in Wittenberg immatrikuliert (Album 281b), wurde dort am 31. 7. 1554 Magister (Koestlin 1891, S. 15 Nr. 45). Am 28. 8. 1554 trug er sich in das Album des Johannes Spon ein, „iam abiturus in patriam“: London BL, Egerton 1178, f. 3r. — Das Breslauer Wunderzeichen wird auch in der Verlautbarung des Rektors vom Sommersemester 1554 über den Brand von Goldberg erwähnt: Scripta publica 2, Bl. I3b-4a.

Normdaten
Personen:

Haintzel, Johann Baptist: GND Hagrid

Melanchthon: GND Hagrid

Rehlinger, Hieronymus: GND Hagrid

Spon, Johannes: GND Hagrid

Stetten, Georg von: GND Hagrid

Orte:

Augsburg: Geonames Hagrid

Breslau: Geonames Hagrid

Goldberg: Geonames Hagrid

Wittenberg: Geonames Hagrid