M. an Caspar Peucer in Torgau.
- Wittenberg, 17. Dezember [1552]
[1] M. meldet durch einen selbstbezahlten Boten, daß er gestern, am Tag der Abreise aus Torgau, trotz zweimaligem Wagenbruch in Wittenberg angekommen ist. Die Reise als Sinnbild von Staaten und Kirche. Von der Seuche hört M. nichts. Dennoch wird man [mit der Rückverlegung der Universität] bis Januar warten.
[2] M. schickt Briefe [⇨ 6675] aus Frankfurt/Main. M.s Bruder [Georg Schwartzerdt] schrieb wie immer liebenswürdig; er berichtet von Getreideknappheit und von dem großen Einfluß des [Mgf. Albrecht von Brandenburg-Kulmbach] bei Kaiser Karl. M. erhielt Geld aus Dänemark [⇨ 6717].
[3] Segenswunsch. Grüße an Jakob Milichius, Christoph [Arndt], den Apotheker Joachim [NN] und den Syndikus [NN]. Kuß für P.s Tochter [Anna] und Söhnchen [Caspar].
[4] P. soll dem Milichius die Briefe seines Bruders [⇨ 6675.1] und des Konrad [Rühel] aushändigen. Die Apostel-Viten des Abdias [⇨ 6678.1] werden gebracht.
Fundort:
CR 7, 1153 Nr. 5283.
‒ MBW.T 22.
Datierung:
Jahr aus 4, bestätigt durch 6675.
Nachtrag:
3: Joachim [NN] ist Joachim [Kreich].