M. an Michael Meienburg in Nordhausen.
- Nürnberg, 19. Februar [1552]
[1] M. bleibt trotz Geleitbrief [⇨ 6343] wegen der Kriegsgefahr in Nürnberg. Gottvertrauen, ein gutes Gewissen und die Eintracht der Theologen von Leipzig bis Nürnberg sind tröstlich. Doch in Niedersachsen betreiben einige wenige [⇨ 6353] Aufruhr.
[2] M. wird einen Brief des Kaisers schicken [vgl. Druffel, Beiträge 2, 100f Nr. 969; CT 7/3, 554f Nr. 387].
[3] M. lehnt das von Mbg. angebotene Reisegeld dankend ab. Notfalls wird er sich an den Rat von Nürnberg wenden. Dieser gab ihm zwei Pferde [⇨ 6402.4], denn M. fährt nicht gern Wagen.
[4] Bitte um Nachricht über Mbg.s Söhne [Christoph, Johannes, Caspar, Michael Aeneas, ⇨ 6353]. M. betet für Mbg.s Familie und um Linderung der drohenden Katastrophe [Fürstenkrieg].
Fundort:
CR 7, 946f Nr. 5057.
‒ MBW.T 22.