[1] Überbringer ist der von M. empfohlene Georg [NN].
[2] Die kirchliche Lage ist seit Anfang 1550 unverändert. Die ‚Papisten‛ haben drei fast leere Kirchen [Münster, Jung St. Peter, Alt St. Peter] inne; sie kämpfen beim Kaiser um die Dominikanerkirche, wo H. vor seiner standhaften Gemeinde, oft auch vor Ratsherren, predigt. Auch die vier anderen Pfarreien [St. Thomas, Aurelien, St. Nikolaus, Wilhelmerkirche] sind evangelisch.
[3] Was [Augsburger] Reichstag und Trienter Konzil bringen, steht noch nicht fest. Gottvertrauen.
[4] H. sorgt sich wegen des Krieges um die Universität Wittenberg, hofft aber auf Gottes Schutz.
[5] Zu dem bestehenden Collegium Wilhelmitanum wurde jetzt ein neues Studienkolleg gegründet.
[6] [Jakob] Glocker und [Martin] Schalling sollen sich bei einer kriegsbedingten Verlegung der Universität an M. halten. Doch H. rechnet nicht damit, nachdem die Truppen des [Johann von] Heideck zerstreut wurden [⇨ 5984] und Kg. Ferdinand angeblich bei Kaiser Karl für Magdeburg eintreten will, um die dortigen Truppen für die Türkenabwehr zu erhalten.
[7] H. empfiehlt den Wittenberger Studenten Nikolaus Ammon, der zuvor das Wilhelmitanum besuchte.