M. an Fürst Joachim von Anhalt [in Dessau]. - [Wittenberg], 28. Juni [1550]

[1] M. empfiehlt den Überbringer Johannes Cingularius, der sein Gedicht über die drei fürstlichen Brüder [Georg, Joachim und Johann] von Anhalt überbringt, und betet um Frieden angesichts der Gefahr in der Nachbarschaft.

[2] Anbei der Bericht über ein Wunderzeichen. Gedenktag Alexander.

Fundort:
CR 7, 803f Nr. 4916 (Z.8 his: hic). ‒ MBW.T 20.
Datierung:
Jahr: Die überlieferte Jahreszahl seit dem Tode Alexanders d.Gr. führt zwar ein Jahr weiter als bei 5837. Doch die Gefahr in der Nachbarschaft hat 1551 keinerlei Entsprechung, wohl aber 1550 (⇨ 5835 u.ö.). Außerdem lebte Johann von Anhalt dann nicht mehr (⇨ 6082); ein Gedenken M.s wäre deshalb zu erwarten. Man wird sich also wie so oft über die überlieferten Jahreszahlen hinwegsetzen müssen. Das Gedicht auf die Anhaltiner konnte auch Otto Clemen in seinem umfassenden Aufsatz über Cingularius nicht ermitteln: ZKG 62 (1943/44), 204-231 = Kl. Schrr. 6, 587-614, bes. S.206 = 589.

Normdaten
Personen:

Alexander der Große: GNDHagrid

Cingularius, Johannes: GNDHagrid

Georg von Anhalt: GNDHagrid

Joachim von Anhalt: GNDHagrid

Johann IV. von Anhalt: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Orte:

Dessau: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid